Musik wirkt – auch auf unsere Sprache!

Der Ton macht die Musik und aus Rhythmus besteht die Sprache!

Ein Wort ist nur ein Wort.
Ein Satz nur ein Satz.
Lassen wir das Wort erklingen, wird es zum Ton,
der Satz wird zur Melodie,
die Botschaft wird zur Beziehung von Mensch zu Mensch.

Musik und Sprache sind sehr eng miteinander verknüpft.

Forschungen zeigen, dass Kinder mit Auffälligkeiten in der sprachlichen Grammatik auch Auffälligkeiten in der musikalischen Grammatik und Struktur haben. Gleichzeitig ist es erwiesen, dass das Training der musikalischen Strukturen zu Verbesserung in den sprachlichen Strukturen führt.

Warum ist das so?

Sprache in Form von sprachlicher Grammatik und sprachlicher Struktur wird vorwiegend in der linken Hirnhälfte verarbeitet. Betrachtet man dagegen die Sprechmelodie, so lässt sich feststellen, dass sie eher in der rechten Hirnhälfte verarbeitet wird. Die Sprechmelodie ist so etwas wie die Musik der Sprache, die Betonung, die Dynamik, der Schwung beim Sprechen.

Es sind also beide Hirnhälften bei der Verarbeitung von Musik und von Sprache beteiligt. Beim Hören von Musik und auch von Sprache nimmt das Gehirn zuerst die grobe Struktur wahr, hört also zunächst die Melodie, den Sprachfluss, das Intuitive. Danach erst findet eine strukturiertere, analytische Verarbeitung statt.

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an Forschungsbeiträgen zur Wirkung von Musik auf die Sprachentwicklung.

Einig sind sich die Forschenden, dass Musik in der Sprachförderung Wirkung zeigt. Ist das nicht klasse? Gerade in der Arbeit mit Kindern im Kindergartenalter lassen sich musikalische Spiele gut in den Alltag integrieren.

Das können Musikspiele sein, das Singen von Liedern, das Tanzen zur Musik, die Darstellung von Klanggeschichten oder auch das Entdecken verschiedener Instrumente.

Das Wichtigste: Jeder Mensch ist musikalisch! Also probier einfach mal was Neues aus, es gibt keine “falschen” Töne, wenn wir experimentieren.

Mit fallen immer so viele Sachen ein, ich versorge euch gern hier im Blog nach und nach mit ein paar Ideen!

 

 

Quellenangaben zum Nach- und Weiterlesen:

http://www.stefan-koelsch.de/papers/Jentschke_Koelsch_Kinderstudien_final.pdf (Achtung, Link zum kostenfreiem pdf im Internet)

Friederici, A. D., & Alter, K. (2004). Lateralization of auditory language functions: a dynamic dual pathway model. Brain and Language, 89 (2), 267-276

Bianca Schröder: Sprachförderung durch Musik im Kindergarten. Theoretischer Hintergrund, Fallstudien und Praxisbeispiele (Achtung link zu Amazon und Werbung für mein kleines Buch :-))*

Tüpker, Rosemarie 2009: Durch Musik zur Sprache. Handbuch (Dieses Buch beschreibt ein musikpädagogisches Projekt zur Sprachförderung im Kindergartenalter. Kann ich sehr empehlen, da es viele praktische Spielideen enthält, die ich selbst schon ausprobiert habe. Achtung, Werbung! Externer link zu Amazon! Das Buch ist meines Wissens nach Anderswo leider nicht erhältlich).*

 

Weitere musikalische Literatur gefällig? Dann schau mal in mein Bücherregal:

 

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